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	<title>Zwischen den Zeilen</title>
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	<description>Gedanken aus dem Alltag mit ADHS, Depression &#38; Selbstf&#252;rsorge</description>
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		<title>Gastbeiträge – Du bist nicht allein damit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Zwischen den Zeilen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Apr 2025 12:50:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gastbeiträge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Teile deine Erfahrungen, Gedanken oder Geschichten zu ADHS, Depression und Selbstfürsorge. Werde Teil des Austauschs und hilf anderen, sich weniger allein zu fühlen. Teilen tut gut – und verbindet Manchmal hilft Schreiben, um klarer zu sehen. Manchmal, um loszulassen. Und manchmal, weil jemand es lesen kann und vielleicht denkt:&#160;„Ich bin nicht allein.“ Wenn du etwas teilen möchtest – Gedanken, Erfahrungen, einen Moment, der dir besonders nah ging oder einfach das Chaos deines Alltags – dann ist hier Raum dafür. Ob lang oder kurz, mit Namen oder anonym: Alles ist willkommen! 💌 Schick mir deinen Beitrag und werde Teil dieses offenen Austauschs.Gemeinsam ist es ein bisschen weniger schwer. Ich freue mich auf deine Stimme,Zwischen den Zeilen</p>
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<p><em>Teile deine Erfahrungen, Gedanken oder Geschichten zu ADHS, Depression und Selbstfürsorge. Werde Teil des Austauschs und hilf anderen, sich weniger allein zu fühlen.</em></p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading has-medium-font-size"><strong>Teilen tut gut – und verbindet</strong></h2>



<p></p>



<p>Manchmal hilft Schreiben, um klarer zu sehen. Manchmal, um loszulassen. Und manchmal, weil jemand es lesen kann und vielleicht denkt:&nbsp;<em>„Ich bin nicht allein.“</em></p>



<p>Wenn du etwas teilen möchtest – Gedanken, Erfahrungen, einen Moment, der dir besonders nah ging oder einfach das Chaos deines Alltags – dann ist hier Raum dafür. <br></p>



<p>Ob lang oder kurz, mit Namen oder anonym: Alles ist willkommen!</p>



<p>💌 Schick mir deinen Beitrag und werde Teil dieses offenen Austauschs.<br>Gemeinsam ist es ein bisschen weniger schwer.</p>



<p>Ich freue mich auf deine Stimme,<br>Zwischen den Zeilen</p>



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		<title>Wie ich meine Diagnose sabotiere</title>
		<link>https://adhs-depression-selbstfuersorge.de/wie-ich-meine-eigene-diagnose-staendig-sabotiere/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Zwischen den Zeilen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Apr 2025 09:18:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken & Gefühle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Oder: Willkommen im ADHS-Depressions-Mindfuck Ich habe ADHS. Und Depressionen. Sagen die Fachleute. Ich selbst? Ich bin mir da manchmal nicht so sicher. Nicht, weil ich ihnen nicht glaube – sondern weil ich mir selbst oft nicht traue. Dabei war das kein Zufallstreffer. Ich habe jahrelang nach dieser Diagnose gesucht. Nicht, weil ich Etiketten mag, sondern weil ich irgendwann wusste: Irgendwas stimmt nicht. Ich habe mich durch Wartelisten geschleppt, saß bei Psychiatern, die von ADHS ungefähr so viel Ahnung hatten wie ein Faxgerät vom Internet. Ich wusste teilweise mehr als sie – und das ist leider kein Witz. Irgendwann, nach viel Frust, kam die Diagnose. Schwarz auf Weiß. Und ich war erleichtert. Endlich ein Name für das Chaos. Endlich kein „du musst dich nur besser organisieren“. Sondern: ein neurodiverses Gehirn, das anders tickt. Und trotzdem – manchmal denke ich: Vielleicht war’s doch falsch? Ich lese über ADHS bei Frauen. Spätdiagnostizierte. Und denke: Ja, manches passt. Anderes nicht. Ich bin nicht hyperaktiv. Ich hab nicht fünf Jobs gleichzeitig. Ich wirke doch irgendwie stabil? Dann spreche ich mit meiner Therapeutin. Oder mit einer Freundin. Und plötzlich wird klar: Ich hab’s einfach gut versteckt. Ich hab jahrelang kompensiert. Jahrzehntelang funktioniert. Nach außen hin. Innen sah’s anders aus: leer, gehetzt, wütend, traurig. Ich hab mich geschämt – für meine Ausbrüche, mein ständiges inneres Rennen. Die Depression war genauso lange da wie das ADHS. Nur halt unsichtbar. Und irgendwann ist das alles normal geworden: das Alleinsein, das Abkapseln, das Fremdfühlen. Die Müdigkeit, die Antriebslosigkeit. Nichts interessiert mich mehr. Ich kann mich nicht mehr aufraffen. Und das, was ich mal mochte? Ist zwanzig Jahre her. Und dann wundere ich mich, dass ich mich in manchen Beschreibungen nicht wiedererkenne. Dass ich lese und denke: „Nee, das hab ich nicht.“ Nur um später festzustellen: Doch. Nur anders. Leiser. Getarnter. Ich bin so daran gewöhnt, so zu sein, dass ich es nicht mehr merke. Gedanken, Gefühle, Muster – sie sind da, aber sie haben sich in meinem Alltag versteckt. Ich nehme sie nicht wahr. Erst Tage später. Oder nach einem Gespräch, das etwas aufreißt. Dann wird klar: Doch, es passt. Doch, es war da. Ich hab’s nur nicht gespürt. Ich habe ADHS. Und Depressionen. Und ich bin dabei, das alles erst richtig zu begreifen. ————————————————- Wenn du mehr über ADHS und Depression erfahren möchtest oder Unterstützung suchst, findest du hier einige hilfreiche Anlaufstellen: • ADHS Deutschland e.V. – Interessenvertretung für Betroffene mit Beratungsveranstaltungen und Selbsthilfegruppen. www.adhs-deutschland.de • ADxS – ADHS bei Erwachsenen – Eine Plattform für den Austausch und die Selbsthilfe von Erwachsenen mit ADHS. www.adxs.org/de • Deutsche Depressionshilfe – Bietet umfassende Informationen zu Depressionen, Hilfsangebote und Beratung. www.deutsche-depressionshilfe.de</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Oder: Willkommen im ADHS-Depressions-Mindfuck</h2>



<p>Ich habe ADHS. Und Depressionen. Sagen die Fachleute. Ich selbst? Ich bin mir da manchmal nicht so sicher. Nicht, weil ich ihnen nicht glaube – sondern weil ich mir selbst oft nicht traue.</p>



<p>Dabei war das kein Zufallstreffer. Ich habe jahrelang nach dieser Diagnose gesucht. Nicht, weil ich Etiketten mag, sondern weil ich irgendwann wusste: Irgendwas stimmt nicht. Ich habe mich durch Wartelisten geschleppt, saß bei Psychiatern, die von ADHS ungefähr so viel Ahnung hatten wie ein Faxgerät vom Internet. Ich wusste teilweise mehr als sie – und das ist leider kein Witz.</p>



<p>Irgendwann, nach viel Frust, kam die Diagnose. Schwarz auf Weiß. Und ich war erleichtert. Endlich ein Name für das Chaos. Endlich kein „du musst dich nur besser organisieren“. Sondern: ein neurodiverses Gehirn, das anders tickt.</p>



<p>Und trotzdem – manchmal denke ich: Vielleicht war’s doch falsch? Ich lese über ADHS bei Frauen. Spätdiagnostizierte. Und denke: Ja, manches passt. Anderes nicht. Ich bin nicht hyperaktiv. Ich hab nicht fünf Jobs gleichzeitig. Ich wirke doch irgendwie stabil?</p>



<p>Dann spreche ich mit meiner Therapeutin. Oder mit einer Freundin. Und plötzlich wird klar: Ich hab’s einfach gut versteckt. Ich hab jahrelang kompensiert. Jahrzehntelang funktioniert. Nach außen hin. Innen sah’s anders aus: leer, gehetzt, wütend, traurig. Ich hab mich geschämt – für meine Ausbrüche, mein ständiges inneres Rennen.</p>



<p>Die Depression war genauso lange da wie das ADHS. Nur halt unsichtbar. Und irgendwann ist das alles normal geworden: das Alleinsein, das Abkapseln, das Fremdfühlen. Die Müdigkeit, die Antriebslosigkeit. Nichts interessiert mich mehr. Ich kann mich nicht mehr aufraffen. Und das, was ich mal mochte? Ist zwanzig Jahre her.</p>



<p>Und dann wundere ich mich, dass ich mich in manchen Beschreibungen nicht wiedererkenne. Dass ich lese und denke: „Nee, das hab ich nicht.“ Nur um später festzustellen: Doch. Nur anders. Leiser. Getarnter. Ich bin so daran gewöhnt, so zu sein, dass ich es nicht mehr merke. Gedanken, Gefühle, Muster – sie sind da, aber sie haben sich in meinem Alltag versteckt. Ich nehme sie nicht wahr. Erst Tage später. Oder nach einem Gespräch, das etwas aufreißt. Dann wird klar: Doch, es passt. Doch, es war da. Ich hab’s nur nicht gespürt.</p>



<p>Ich habe ADHS. Und Depressionen. Und ich bin dabei, das alles erst richtig zu begreifen.</p>



<p>————————————————-</p>



<p>Wenn du mehr über ADHS und Depression erfahren möchtest oder Unterstützung suchst, findest du hier einige hilfreiche Anlaufstellen:</p>



<p>• <strong>ADHS Deutschland e.V.</strong> – Interessenvertretung für Betroffene mit Beratungsveranstaltungen und Selbsthilfegruppen.</p>



<p><a href="https://www.adhs-deutschland.de">www.adhs-deutschland.de</a></p>



<p>• <strong>ADxS – ADHS bei Erwachsenen</strong> – Eine Plattform für den Austausch und die Selbsthilfe von Erwachsenen mit ADHS.</p>



<p><a href="https://www.adxs.org/de">www.adxs.org/de</a></p>



<p>• <strong>Deutsche Depressionshilfe</strong> – Bietet umfassende Informationen zu Depressionen, Hilfsangebote und Beratung.</p>



<p><a href="https://www.deutsche-depressionshilfe.de">www.deutsche-depressionshilfe.de</a></p>



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		<title>Wenn Wollen nicht reicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Zwischen den Zeilen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Apr 2025 16:20:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken & Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal sitze ich da und weiß ganz genau, was mir guttun würde. Eigentlich könnte ich meditieren, Tagebuch schreiben, spazieren gehen oder einfach nur einen Tee trinken – bevor der Alltag mich wieder verschluckt. Eigentlich.Doch zwischen Wissen und Tun liegt eine unsichtbare Mauer. Ich habe in der Therapie gelernt, wie wichtig Selbstfürsorge ist. Ich weiß, wie sehr mir kleine Rituale helfen würden. Ich will sie machen. Ich will es wirklich. Alltag mit ADHS Und trotzdem passiert… nichts. Oder kaum etwas. Stattdessen schleppe ich mich durch das Nötigste: Haushalt, Essen, Schlaf organisieren, die Teenies durch den Tag bringen. Alles andere bleibt liegen. Und jedes Mal, wenn ich daran denke, dass ich wieder nichts für mich getan habe, bricht die Selbstvorwürfe-Flut los: „Du bist faul. Du bist undiszipliniert. Du bist zu schwach.“ Ich schäme mich. Dabei weiß ich genau, wie schwer es ist, mit ADHS überhaupt nur einen Funken Routine zu fassen. Therapie und Traurigkeit Neulich hat mein Therapeut mich darauf angesprochen, dass sich nach neun Monaten Therapie kaum etwas verändert hat. Vielleicht wollte er es nicht so hart sagen, vielleicht nur einen Anstoß geben. Aber bei mir kam nur an: Du hast versagt. Vielleicht will er nicht, dass ich weiter bei ihm bleibe. Vielleicht denkt er, ich sollte in eine Tagesklinik. Aber das fühlt sich für mich an wie eine Todesurteil-Pause. Ich will nicht pausieren. Ich will leben. Ich will nicht aussteigen. Diese Traurigkeit ist eine Last, die mich erdrückt. Freundlich zu mir selbst zu sein, wenn ich so enttäuscht bin, ist fast unmöglich. Es ist Teil meiner Depression: die endlose Enttäuschung, weil ich schon alles versucht habe. Wecker, Handy-Erinnerungen, Kalender, Alexa, Freunde, Zettel, Whiteboards – ich habe alles ausprobiert. Nicht erst seit neun Monaten. Seit Jahren. Seit Jahrzehnten. Seit ich ein Teenager war. Immer wieder der verzweifelte Versuch, „funktionieren“ zu lernen, endlich das umzusetzen, was ich mir vornehme. Und doch stehe ich immer noch auf der Stelle. Ich sabotiere mich selbst, obwohl ich nur überleben will. Wenn ich nicht daran denke, ist das Thema weg. Wenn ich daran denke, fühlt es sich an wie ein Berg, den ich nicht besteigen kann. Vielleicht Vielleicht geht es im Moment gar nicht darum, alles zu schaffen oder endlich „zu funktionieren“. Vielleicht reicht es, dass ich immer wieder aufstehe, auch wenn es sich anfühlt, als würde ich im Kreis laufen. Vielleicht ist es schon ein kleiner Sieg, dass ich nicht aufgegeben habe – trotz aller Rückschläge, trotz aller Zweifel. Ich weiß nicht, wie mein Weg weitergeht, aber ich versuche, mir selbst ein bisschen Mitgefühl entgegenzubringen. Und vielleicht ist das – an Tagen wie diesen – genug.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://adhs-depression-selbstfuersorge.de/wenn-wollen-nicht-reicht/">Wenn Wollen nicht reicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://adhs-depression-selbstfuersorge.de">Zwischen den Zeilen</a>.</p>
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<p>Manchmal sitze ich da und weiß ganz genau, was mir guttun würde. Eigentlich könnte ich meditieren, Tagebuch schreiben, spazieren gehen oder einfach nur einen Tee trinken – bevor der Alltag mich wieder verschluckt. Eigentlich.<br>Doch zwischen Wissen und Tun liegt eine unsichtbare Mauer. Ich habe in der Therapie gelernt, wie wichtig Selbstfürsorge ist. Ich weiß, wie sehr mir kleine Rituale helfen würden. Ich will sie machen. Ich will es wirklich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Alltag mit ADHS</h2>



<p>Und trotzdem passiert… nichts. Oder kaum etwas. Stattdessen schleppe ich mich durch das Nötigste: Haushalt, Essen, Schlaf organisieren, die Teenies durch den Tag bringen. Alles andere bleibt liegen. Und jedes Mal, wenn ich daran denke, dass ich wieder nichts für mich getan habe, bricht die Selbstvorwürfe-Flut los: „Du bist faul. Du bist undiszipliniert. Du bist zu schwach.“ Ich schäme mich. Dabei weiß ich genau, wie schwer es ist, mit ADHS überhaupt nur einen Funken Routine zu fassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Therapie und Traurigkeit</h2>



<p>Neulich hat mein Therapeut mich darauf angesprochen, dass sich nach neun Monaten Therapie kaum etwas verändert hat. Vielleicht wollte er es nicht so hart sagen, vielleicht nur einen Anstoß geben. Aber bei mir kam nur an: Du hast versagt. Vielleicht will er nicht, dass ich weiter bei ihm bleibe. Vielleicht denkt er, ich sollte in eine Tagesklinik. Aber das fühlt sich für mich an wie eine Todesurteil-Pause. Ich will nicht pausieren. Ich will leben. Ich will nicht aussteigen.</p>



<p>Diese Traurigkeit ist eine Last, die mich erdrückt. Freundlich zu mir selbst zu sein, wenn ich so enttäuscht bin, ist fast unmöglich. Es ist Teil meiner Depression: die endlose Enttäuschung, weil ich schon alles versucht habe. Wecker, Handy-Erinnerungen, Kalender, Alexa, Freunde, Zettel, Whiteboards – ich habe alles ausprobiert. Nicht erst seit neun Monaten. Seit Jahren. Seit Jahrzehnten. Seit ich ein Teenager war. Immer wieder der verzweifelte Versuch, „funktionieren“ zu lernen, endlich das umzusetzen, was ich mir vornehme.</p>



<p>Und doch stehe ich immer noch auf der Stelle. Ich sabotiere mich selbst, obwohl ich nur überleben will. Wenn ich nicht daran denke, ist das Thema weg. Wenn ich daran denke, fühlt es sich an wie ein Berg, den ich nicht besteigen kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vielleicht</h2>



<p>Vielleicht geht es im Moment gar nicht darum, alles zu schaffen oder endlich „zu funktionieren“. Vielleicht reicht es, dass ich immer wieder aufstehe, auch wenn es sich anfühlt, als würde ich im Kreis laufen. Vielleicht ist es schon ein kleiner Sieg, dass ich nicht aufgegeben habe – trotz aller Rückschläge, trotz aller Zweifel. Ich weiß nicht, wie mein Weg weitergeht, aber ich versuche, mir selbst ein bisschen Mitgefühl entgegenzubringen. Und vielleicht ist das – an Tagen wie diesen – genug.</p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://adhs-depression-selbstfuersorge.de/wenn-wollen-nicht-reicht/">Wenn Wollen nicht reicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://adhs-depression-selbstfuersorge.de">Zwischen den Zeilen</a>.</p>
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